LAC Väterstaffel am Quer

Es war am Kids Cup in Willisau, Heinz Bieri erwischte uns paar Väter eiskalt beim fieberhaften Zuschauen unserer Kinder - wer sagt schon nein, wird er in dem Ekstasezustand gefragt, ob er auch rennen möchte - nicht weit, 200m - Staffel - die anderen Väter haben schon zugesagt - du hast ja noch ein paar Wochen zum Trainieren. Das ist gut, denkt sich wohl jeder. Denn im Moment bin ich überhaupt nicht trainiert. Das sollte sich aber auf das Rennen hin winterbedingt auch nicht viel ändern.
So fanden wir uns wieder am Start der Herren-Stafette am Quer. Herren-Stafette? Was für ein Name, die anderen Teilnehmer sind also bestimmt so uralt wie wir, das Ü40-Team, denn es gibt keine Senioren-Stafette und keine Veteranen. Wir aber finden uns am Start neben 20 jährigen Athleten wieder, die wir ein paar Rennen zuvor als sauschnell bewundert haben. 
Kein Problem. Bei den wenigen Teams werden wir immerhin Dritte und steigen auf das Podest. Kurz vor dem Start reihen sich neben uns ein vierter Athlet und bald ein Fünfter ein. Dürfen die das, so spät erscheinen? Das Rennen startet, alle geben das Beste. Auf den letzten paar Metern geht die Lunge zu, die Muskeln auch, glücklicherweise ist der Stab übergeben, irgendwie. War nicht abgemacht in die andere Hand?
Endlich im Ziel stellen wir fest, dass wir vom Start weg keinen einzigen Platz verloren haben. Wir laufen als Letzte ein. Unsere Kids hätten vielleicht jetzt Tränen. Wir nicht, wir nicht, wir sind die Väter und nächstes Jahr, "Schwierig heisst nicht unmöglich..."